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Crock

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Als größtes Dorf der Gemeinde Auengrund präsentiert sich Crock mit ländlichem Charme, aber auch einer sehr ausgeprägten wirtschaftlichen Infrastruktur. Crock liegt im Landkreis Hildburghausen und wird durch die B 281 geteilt. Der Ortsteil hat 970 Einwohner.

 

Als Dorfmittelpunkt kann der Bereich der drei Brunnen angesehen werden. Alte dörfliche Bausubstanz mit landwirtschaftlichen Bauten prägen das Bild im Dorfkern. Vor der Gründung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) gab es in Crock 120 bäuerliche Betriebe.

 

In nördlicher, östlicher, südlicher und westlicher Richtung schließen sich an den Dorfkern Neubauten sowie Wohngebiete aus der Nachkriegszeit an. Die Geschichte des Ortes kann als sehr turbulent bezeichnet werden. So entstand bereits 3000 v. Chr. eine keltische Wehrsiedlung auf dem Burgfelsen (Crough) des heutigen Irmelsberges.

 

Um 10.000 v. Chr. ziehen die „Leute von Crough“ in Folge des Vordringens der Germanen ins Tal der „Wys“, am Fuße des Irmelsberges. 719 v. Chr. stürzt der Missionar Bonifatius das germanische Irminsheiligtum und errichtet eine Kreuzgruppe; hier entsteht später eine Kapelle. Im 7. Jahrhundert erfolgt die Besiedlung Südthüringens durch die Franken und im 9. Jh. siedeln sich slawische Bauern an.

 

Der urkundliche Nachweis des Ortsnamen Crock erfolgte im Jahr 1152. Crock wird 1360 in der Coburger Chronik „Cräck“ geschrieben. Es erfolgten Wallfahrten zu der St.-Veits-Kapelle auf dem Irmelsberg. Dieser Berg und seine spätere Kirche spielen in der Ortsgeschichte eine wesentliche Rolle. 1586 gehörte Crock zum Fürstentum Coburg.


1591 wird der öffentliche Schulbetrieb an der Stelle der Küsterschule aufgenommen und an der Südseite der Kirche ein Schulhaus errichtet, ca. 800 m weit vom Dorf entfernt. 1621 wird ein erstes Buch über Crock „Kirchenspiel der Pfarr Crock“ herausgegeben. Auch der 30-jährige Krieg hinterlässt seine Spuren. Von den Crocker Einwohnern lebt nur noch ein Drittel und von 116 Häusern im Ort sind 52 zerstört.

 

Im Jahr 1642 kommt Crock mit dem Amt Eisfeld zum Fürstentum Sachsen-Eisenach. Der Versuch, damals in der Waisa Gold zu waschen, scheiterte an zu geringem Aufkommen. Crock wechselt 1680 erneut seine Herrschaft und kommt zum Herzogtum Sachsen-Hildburghausen.

 

1727 wird eine Dorfordnung erstellt; sie regelt Dorfverwaltung, Gemeindeversammlung, Dorf- und Flurfrieden, Gemeindenutzung und Gemeinschaftsleben im Ort. Der Steinkohleabbau beginnt 1770 und wird über 180 Jahre betrieben. 1826 kommt Crock zum Herzogtum Sachsen-Meiningen. Bei einem Großbrand 1865 werden 15 Wohnungen vernichtet und dadurch 19 Familien obdachlos. Ende des 18. Jh. wird die Merbelmühle, das gemeindeeigene Backhaus und das Schulgebäude im Ort errichtet.
1905 hat Crock 793 Einwohner.


Mitte der Zwanziger Jahre wird der Ort elektrifiziert und die Ortswasserleitung gelegt. 1931 wird das Spritzenhaus für die Feuerwehr errichtet. Bis in die 90er Jahre erfolgte keine Industrieansiedlung im Ort, sodass der Haupterwerb der meisten Einwohner nach wie vor die Landwirtschaft ist.

 

Allerding entwickelte sich allmählich der Tourismus zu einem weiteren finanziellen Standbein. Dafür wurden in Eigeninitiative der traditionellen Crocker Vereine in den 70er Jahren Einrichtungen geschaffen, wie das Schwimmbad und die Waldbühne, mit vielseitigen Kultur- und Freizeitangeboten.

 

 

Ortsteilbürgermeister: Matthias Pfütsch

Untere Berstr. 4
98673 Auengrund OT Crock

Telefon (03686 ) 6162770